MAINZ-BINGEN Das erste druckfrische Exemplar des Heimatjahrbuchs 2008 konnte Landrat Claus Schick jetzt in Empfang nehmen. Dagmar Hilden-Kuntz vom Verlag „odd AG“ überreichte dem Landrat in der Kreisverwaltung „die symbolische Nummer eins“.
Insgesamt 73 Autorinnen und Autoren haben an dieser 52. Ausgabe des Heimatjahrbuches mitgewirkt. Auf 352 Seiten haben sie ein buntes Kaleidoskop heimatkundlicher Beiträge zusammengestellt. „Das Heimatjahrbuch 2008 ist auch diesmal wieder ein informatives und interessantes Buch geworden. Davon konnte ich mich heute Mittag bereits überzeugen“, sagte der Landrat bei der Präsentation.
Thematisch steht das neue Heimatjahrbuch ganz im Zeichen zweier Schwerpunkte. Einer davon ist die Rubrik „Denkmäler im Kreisgebiet“. Insgesamt gebe es in Deutschland rund 1,2 Millionen erhaltenswerte Objekte, sagte Günter Hattemer, Leiter des Redaktionsausschusses, bei der Vorstellung. Die Rettung und Bewahrung derselben sei eine Aufgabe, die uns alle angehe. „Denkmäler sind Brücken zur Vergangenheit. Sie sind Teil unserer Heimat und Teil unserer Wurzeln“, betonte Hattemer. Da man Denkmäler nicht qua Gesetz schützen könne, sei Überzeugungsarbeit wichtig. Genau dies will das neue Heimatjahrbuch 2008 mit seinem Schwerpunktthema leisten.
Beschrieben werden in dem Kapitel Meilensteine im Rheintal, das Blücher-Denkmal bei Bacharach oder Denkmäler im Binger Wald. Nicht weniger vielseitig sind die Beiträge zum zweiten Schwerpunktthema. In dem Kapitel „Am Vorabend des Wirtschaftswunders“ gibt es Aufsätze, die sich mit dem bäuerlichen Leben nach dem Krieg oder mit Vereins- und Parteigründungen beschäftigen. Auch dem Überlebenskampf und der Aufbauarbeit von Frauen in der Nachkriegszeit ist ein spannender Artikel gewidmet.
Wie gewohnt bieten auch die übrigen Kapitel des Jahrbuches erhellende Einblicke in die Geschichte des Landkreises.
So spannt sich der Bogen von der Ingelheimer Kaiserpfalz über Hildegard von Bingen bis hin zur Oppenheimer Katharinenkirche. Daneben werden auch aktuelle Themen – wie die bevorstehende Landesgartenschau, Hochwasserschutz am Rhein oder Wandertouren im Landkreis – abgehandelt.
Für das Zustandekommen des Heimatjahrbuchs haben nicht nur die ehrenamtlichen Autoren mit ihren 98 Beiträgen gesorgt. Dank sagte Landrat Schick auch an die Adresse der Heimatfreunde am Mittelrhein, die sich über die Beiträge zum jeweiligen Heimatjahrbuch hinaus auf ehrenamtlicher Basis für die Belange des Landkreises einsetzten.

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